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Die Deutsche Burschenschaft



Die Deutsche Burschenschaft ist der Dachverband der deutschen Burschenschaften in der Republik Österreich und in der Bundesrepublik Deutschland. Die Deutsche Burschenschaft ist heute ein Verband mit etwa 15.000 jungen und alten Mitgliedern in mehr als 120 Burschenschaften. Mitglied in einer Burschenschaft zu werden ist mehr als nur einem Verein beizutreten. Es bedeutet vor allem die freiwillige Verpflichtung, sich für ideelle Ziele einzusetzen, die im Wahlspruch der Deutschen Burschenschaft "Ehre - Freiheit - Vaterland" umrissen werden.

Die Deutsche Burschenschaft entstand 1881 als Allgemeiner Deputierten-Convent (ADC) und erhielt ihren heutigen Namen im Jahre 1902. Sie führt sich zurück auf die Ideen, die mit der Gründung der Urburschenschaft in Jena 1815 verbunden waren.
Das oberste Organ der Deutschen Burschenschaft ist der Burschentag, die Vollversammlung der einzelnen Mitgliedsburschenschaften. Er legt die politischen und organisatorischen Grundsätze des Verbandes fest, wählt die anderen Organe der DB und entscheidet über Bestrafungen und Finanzfragen. Jede Burschenschaft hat dabei jeweils eine Stimme für die jungen Mitglieder und eine Stimme für die Altherrenschaft. Der Burschentag findet seit der Vereinigung zwischen BRD und DDR wieder alljährlich in Eisenach statt. In den Jahren des Kalten Krieges tagte der Burschentag in verschiedenen Städten der Bundesrepublik Deutschland. Häufigster Tagungsort war dabei Landau in der Pfalz.

Die Wiener akademische Burschenschaft Teutonia war von 1919 bis 1933 und ist seit dem Burschentag 2007 wieder Mitglied der Deutschen Burschenschaft. Unsere Burschenschaft bekennt sich zu dem Wahlspruch der Deutschen Burschenschaft und den urburschenschaftlichen Idealen.

Ehre

Jeder Burschenschafter soll seine Gedanken, sein Reden und Handeln nach den Wertbegriffen der Lauterkeit, Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit ausrichten und mit seiner ganzen Person dafür eintreten, ohne daß er für sich eine besondere, ihn über andere heraushebende Ehrenhaftigkeit in Anspruch nimmt. Die Würde anderer ebenso zu schützen und zu verteidigen wie die eigene ist für den Burschenschafter Ehrenpflicht.

Freiheit

Auf dieser moralischen Grundlage der Ehre ist die Freiheit das Ziel, dem das burschenschaftliche Handeln dient. Persönliche, politische und akademische Freiheit können nicht ohne die Freiheit des Geistes und die Unabhängigkeit und Selbständigkeit des Denkens erreicht werden. Hierzu gehören ein offenes Bekenntnis und voller persönlicher Einsatz für die Freiheit. Fehlt es daran, wird Freiheit nicht erreichbar sein, und dort, wo sie besteht, wird sie untergehen. Freiheit erschöpft sich für den Burschenschafter nicht in persönlicher Freiheit, sondern erhält ihre weitere Bedeutung durch die verantwortliche Mitarbeit am Gemeinwesen.

Vaterland

Moralische Voraussetzung und grundsätzliche politische Forderung werden im Wahlspruch ergänzt durch die ausdrückliche Verpflichtung zum Einsatz für das Vaterland. Die Deutsche Burschenschaft sieht das deutsche Vaterland unabhängig von staatlichen Grenzen in einem freien und einigen Europa, welches Osteuropa einschließt. Sie setzt sich für eine enge Verbundenheit aller Teile des deutschen Volkes in Freiheit ein. Der Einsatz für das eigene Vaterland gebietet ebenso die Achtung der Freiheit und des Selbstbestimmungsrechtes anderer Völker. Deshalb setzt sich die Deutsche Burschenschaft aktiv dafür ein, daß in einem freien Europa den Angehörigen aller Völker, insbesondere auch allen deutschen Volksgruppen in anderen Staaten, die uneingeschränkte kulturelle Entfaltung und Selbstbestimmung gewährleistet wird.



   
 

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