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Die Burschenschaftliche Gemeinschaft





Die Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG) ist eine Arbeitsgemeinschaft von Burschenschaften innerhalb und außerhalb der Deutschen Burschenschaft.Auf dem Burschentag in Nürnberg 1961 hatte der Antrag, die Burschenschaften in der Bundesrepublik Deutschland und in der Republik Österreich wieder in einem gemeinsamen Dachverband zusammenzufassen, nicht die Mehrheit gefunden. Dieses Scheitern eines der ursprünglichen burschenschaftlichen Anliegen, nämlich die Einheit des deutschen Volkes mit aller Kraft anzustreben und mindestens in der Deutschen Burschenschaft vorzubilden, offenbarte eine tiefgreifende geistige Spaltung innerhalb der Burschenschaftlichen Bewegung und bezeichnete damals eine Niederlage der Burschenschaft in ihrem überlieferten Selbstverständnis Darum fanden sich unmittelbar nach jenem verhängnisvollen Burschentag 42 Einzelburschenschaften aus der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Österreich zusammen und gründeten die Burschenschaftliche Gemeinschaft. Damit hatten sie die Wiedervereinigung der beiden sinnwidrig getrennten Verbände Deutsche Burschenschaft (DB) und Deutsche Burschenschaft in Österreich (DBÖ) für sich schon einmal vorweggenommen. Heute vereinigt die Burschenschaftliche Gemeinschaft insgesamt 44 Burschenschaften in ihrem Streben für die Einigkeit der deutschen Burschenschaften.

Die Wiener akademische Burschenschaft Teutonia ist seit 2003 Mitglied der Burschenschaftlichen Gemeinschaft.

Die im Jahre 1961 gegründete Burschenschaftliche Gemeinschaft, die in ihrer inneren Organisation bewußt die Formalien zurückstellt, indem sie auf eine Satzung oder Geschäftsordnung verzichtet, setzt sich zum Ziel

- die getrennten burschenschaftlichen Dachverbände bei ehester Gelegenheit wieder zusammenzuführen,

- als Vorbedingung dafür die geistige Einheit der Burschenschaft zu festigen und wiederherzustellen,

 - als wichtige Grundlage für diese Einheit den urburschenschaftlichen Kernbegriff des Vaterlandes wieder auf das deutsche Volk in seiner Gesamtheit zu beziehen und nicht auf einzelne deutsche Staaten mit zeit- und geschichtsbedingt zufälligen Grenzen,

- das konservative waffenstudentische Prinzip zu fördern,

- auch die übrigen altüberlieferten Grundsätze und Forderungen der Deutschen Burschenschaft nachdrücklich zu vertreten, vor allem die Wehrhaftigkeit, die Freiheit der Wissenschaft sowie die Freiheit des Staatsbürgers und seine eigenverantwortliche Teilhabe am Staatsleben.

Die Burschenschaftliche Gemeinschaft verfolgt diese Ziele durch Abhaltung von Tagungen und Seminaren und durch geschlossenes Auftreten auf Burschentagen und Großveranstaltungen, gerade auch bei der Behandlung und Durchsetzung von einschlägigen Anträgen und Tagesordnungspunkten. Sie kann es als einen stolzen Erfolg ihrer jahrelangen Bemühungen ansehen, daß

- im Jahre 1971 der "Historische Kompromiß" zustande kann, der die Aufnahme der Burschenschaften aus der Republik Österreich in die Deutsche Burschenschaft ermöglichte,

- im Jahre 1979 eine neue Verfassung der Deutschen Burschenschaft angenomen wurde, die endlich wieder aktive Burschenschaften und die Altherrenverbände auf den Burschentagen vereinigte und dadurch die als Nachkriegserscheinung eingerissene Generationenspaltung beseitigte.

Nach nunmehr 48jährigem Bestehen und Wirken der Burschenschaftlichen Gemeinschaft gibt es, auch unter Berücksichtigung der erzielten Teilerfolge, leider keinen Grund, die Arbeit der Burschenschaftlichen Gemeinschaft als abgeschlossen zu betrachten. Die Forderungen der Burschenschaftlichen Gemeinschaft sind auch heute noch aktuell und verlangen den Einsatz eines jeden Burschenschafters.

   
 

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